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Weitläufige Parks, prächtige Schloßanlagen und eine wiedererstrahlende Innenstadt entlang der
Havel - so präsentiert sich die Potsdamer Havellandschaft den Besuchern auf den ersten Blick. Doch bei genauerem
Hinsehen zeigt sich noch viel mehr: Schroffe Hügel, herrliche Alleen, dichte Nadel- und lichte Laubwälder,
buntblumige Wiesen und viele historisch gewachsene Dörfer inmitten einer abwechslungsreichen Seenlandschaft.
Sie wird gespeist von der Havel, die die Lebensader der Region ist. An ihrem Ufer reihen sich Schlösser und
Parks von europäischem Rang, so der Park Babelsberg, der Neue Garten und der Sacrower Park mit der Heilandskirche.
Nicht am Wasser gelegen, aber wohl die bekannteste Anlage ist Schloß Sanssouci mit seinem weitläufigen Garten.
Die Schlösser- und Gartenlandschaft erstreckt sich aber noch viel weiter. So gehören die Russische Kolonie
Alexandrowka ebenso dazu wie das Belvedere auf dem Pfingstberg. Entlang der Havelseen kommen noch das Schloß
Caputh als ältester vorhandener Schloßbau, das Schloß Petzow und das Schloß Paretz hinzu. Selbst vor der heutigen
Landesgrenze zu Berlin macht die von Lenné zum großen Ganzen geformte Landschaft keinen Halt, und so reihen sich
die Schlösser und Parks von Glienicke, Klein-Glienicke und der Pfaueninsel mit ein. In der weiteren Umgebung
lockt eine Fülle von Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten, wie dem Zisterzienserkloster Lehnin oder der
Blütenstadt Werder. Nördlich von Potsdam befindet sich ein inzwischen größtenteils unter Naturschutz gestellter
Truppenübungsplatz: die Döberitzer Heide. Einen Steinwurf von der Landeshauptstadt entfernt leben hier Tier- und
Pflanzenarten, die andernorts längst ausgestorben sind.
Ein weiterer militärischer Übungsplatz hat eine besondere Entwicklung genommen: Das bereits vom
Soldatenkönig und zuletzt von den Streitkräften der GUS genutzte Bornstedter Feld diente im Jahr 2001 als
Veranstaltungsort für die Bundesgartenschau.
Im einleitenden Teil des Buches werden die kulturellen, botanischen, zoologischen und touristischen
Besonderheiten des Gebietes vorgestellt. Im anschließenden Tourenteil stehen 9 Fußwanderungen, 6 Spaziergänge
und 6 Radtouren zur Auswahl. Diese sind zusätzlich auf losen Kartenskizzen abgebildet, die wahlweise in die
Rückseite des wetterfesten Schutzumschlages gesteckt werden können. Somit bietet sich die Möglichkeit, unterwegs
den beschriebenen Weg auf der Karte zu verfolgen, ohne das Buch aufzuschlagen. Neben Ausflugstipps und Sagen aus
dem Gebiet rundet ein nützlicher Adressenteil mit Informationsstellen, Museen, Fahrradverleihen und Verkaufsstellen
regionaler Produkte das farbig bebilderte Buch ab. |