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Über 800 Jahre sind vergangen, seit die Zisterzienser das erste Kloster auf märkischem Boden
in Zinna errichteten. 16 weitere sind in den folgenden Jahren hinzugekommen, darunter so bekannte Anlagen wie
in Lehnin, Chorin und Neuzelle. Aber auch weniger berühmte Klöster in Stepenitz, Mühlberg oder Heiligengrabe
sind bis heute erhalten geblieben. Einen besonderen Reiz strahlen die Ruinen von Pehlitzwerder, Lindow,
Boitzenburg, Altfriedland und Himmelpfort aus. Heute laden die von Seen, Teichen und Bächen umgebenen Anlagen
zu ausgedehnten Wanderungen oder Radtouren durch die von den Zisterziensern gestaltete Landschaft ein. Daneben
zogen u.a. die Orden der Prämonstratenser, Dominikaner und Franziskaner ein. Ihre Spuren sind ebenfalls vielerorts
sichtbar und führen in die mittelalterliche Geschichte märkischer Städte, wie Neuruppin, Prenzlau und Jüterbog.
Bei einem Stadtspaziergang durch Brandenburg lassen sich gar die Reste dreier Klöster bewundern.
Das vom Naturschutzbund (NABU, Landesverband Brandenburg) empfohlene, handliche Buch
(Format ca. 12 x 19 cm) gliedert sich in ein „Kloster-Wörterbuch”, in dem 30 mittelalterliche Klöster
Brandenburgs vorgestellt und ihr Einfluß auf die Landschaft und Architektur aufgezeigt werden. Mehrere
Erzählungen und Sagen runden den einleitenden Teil ab. Im ausführlichen Wanderteil werden 10 Fußwanderungen,
6 Spaziergänge und 7 Radtouren beschrieben. Diese sind zusätzlich auf 23 losen Tourenkarten abgebildet, die
wahlweise in die Rückseite des wetterfesten Schutzumschlages gesteckt werden können. So bietet sich die
Möglichkeit, unterwegs den beschriebenen Weg auf der Karte zu verfolgen, ohne das Buch aufzuschlagen. Des
weiteren nennt der 104 Seiten umfassende Band Adressen, weitere Ausflugstips und weiterführende Literatur.
19 farbige und 4 schwarz-weiße Photos untermalen den Text auf reizvolle Weise.
Die beiden Herausgeber Bettina Klaehne und Carsten Rasmus erkunden das Land Brandenburg seit der
politischen Wende 1989. Oliver H. Schmidt (Museumsleiter des Klosters Zinna) hat wertvolle Hinweise zur
Erarbeitung der Texte geliefert. Im Vorwort weist der Minister für Kultur des Landes Brandenburg, Steffen Reiche,
auf die vielfältigen Leistungen der geistlichen Orden bei der Kultivierung der jungen Mark hin. |