Märkische Oderzeitung (Bernau),
27. Mai 2010
Mit Rad und Kind unterwegs
Ausflüge mit Start an Berliner S-Bahnhöfen bilden
Schwerpunkt eines neuen Radwegeführers
BERNAU (fos)| Ob der Reichstag, das Brandenburger Tor oder
die Viktoria erkundet werden - ob an der Strecke der älteste Berliner
Baum steht, die Dicke Marie am Tegeler See - oder ob die ehemalige
Garnisonsstadt Potsdam erkundet werden soll: bei sämtlichen
Tourenvorschlägen des neuen Radführers aus dem KlaRas-Verlag stehen die
kleinen Radfahrer im Vordergrund. "Unterwegs mit Kindern" ist er denn
auch überschrieben und stellt 28 Radtouren und fünf Wanderungen mit
einem Schwerpunkt auf Berlin / Potsdam vor. Dabei wurde bei der Auswahl
der Routen darauf geachtet, dass sie in der Regel an einem S-Bahnhof
beziehungsweise an einem Bahnhof beginnen und auch wieder enden - gerade
für Familien aus dem Niederbarnim ein Vorteil, können sie doch die
Verbindungen über die S-Bahnhöfe Bernau und Panketal nutzen.
Eingangs jeder Wegbeschreibung wird anhand von Symbolen
darüber informiert, für welches ungefähre Alter (ab drei aufwärts) sich
eine Tour eignet, wie lang sie ist, ob Kinderwagen, Fahrradanhänger oder
Laufrad problemlos mitgenommen werden können. Die Autoren haben dabei
akribisch die einzelnen Routen untersucht. So wurden Wegbeschaffenheit
und auch Engstellen, die schmaler als 90 Zentimeter sind,
berücksichtigt.
Zeit sollte allerdings für jede Tour eingeplant werden.
Nicht nur, weil Zeitdruck den schönsten Ausflug vermiesen kann, sondern
auch weil die Touren nach Berlin bereits als Tagesausflüge angelegt
sind. Mitunter kann sogar ein ganzes Wochenende eingeplant werden, bei
Vorschlägen wie dem Ausflug auf dem Flaeming-Skate zum Erlebnishof
Werder werden auch familientaugliche und preisgünstige
Übernachtungsmöglichkeiten mit angegeben. Die Touren sind mit Karten und
textlichen Wegbeschreibungen versehen. Gerade bei Kindern dürfte es sich
als vorteilhaft erweisen, dass die einzelnen Abschnitte kurz gehalten
und ihre Entfernungen angegeben sind. Die stabile Ausführung des
Reiseführers dürfte dazu beitragen, dass auch er die Touren gut
übersteht. Übrigens ist auch eine Tour zum Liepnitzsee enthalten.
23 Routen – zu Fuß oder per Fahrrad – werden empfohlen. „Beim
Zusammenstellen der Fahrradstrecken haben wir darauf geachtet, abgelegenen Pisten auszusuchen, wo es möglich ist, nebeneinander
zu fahren“, erklärt Carsten Rasmus. Wichtige Hinweise sind darüber hinaus jene zur Tauglichkeit für Kinderwagen oder
Fahrradanhänger; auf einladenden Badestellen, erlebnisreichen Attraktionen oder preiswerter Versorgung. Jede Beschreibung wird
eingeleitet mit einem Hinweis darauf, für welche Altersgruppe die Exkursion geeignet ist.
Märkische Allgemeine Zeitung (Fläming-Echo), 17. April 2010
Entdeckungstouren mit Kindern
Publikation der Familie Rasmus empfiehlt in neuem Buch unter anderem die Burg Rabenstein.
BERLIN| „Ritterfantasien – auf der Burg Rabenstein können sie
wahr werden. Keine Burg im Märkischen verkörpert mehr das Mittelalter“, haben Carsten und Bettina Rasmus fest gestellt.
Deshalb empfehlen sie in ihrem neuen Buch selbstredend eine Tour dorthin. Denn das Autorenpaar hat inzwischen selbst Nachwuchs.
Ein Reiseführer „Unterwegs mit Kindern“ war deshalb naheliegend. Denn sie können neben den üblichen Hinweisen auf Landschaft,
Sehenswürdigkeiten und Gastronomie die Familienfreundlichkeit der Ausflugsziele beschreiben.
23 Routen – zu Fuß oder per Fahrrad – werden empfohlen. „Beim
Zusammenstellen der Fahrradstrecken haben wir darauf geachtet, abgelegenen Pisten auszusuchen, wo es möglich ist, nebeneinander
zu fahren“, erklärt Carsten Rasmus. Wichtige Hinweise sind darüber hinaus jene zur Tauglichkeit für Kinderwagen oder
Fahrradanhänger; auf einladenden Badestellen, erlebnisreichen Attraktionen oder preiswerter Versorgung. Jede Beschreibung wird
eingeleitet mit einem Hinweis darauf, für welche Altersgruppe die Exkursion geeignet ist.
Dass der Hohe Fläming in der Aufzählung der teils Berlin-nahen (Müggelsee
und Tegeler See), teils weiteren (Spreewald und Stechlinsee) Entdeckungstouren dabei ist, kommt nicht von ungefähr. Es hat
unmittelbar nach der politischen Wende vor allem zu Studienzwecken die märkische Flora und Fauna erkundet. Dabei
haben sie über Norbert Eschholz aus Mörz sehr früh bereits den Hohen Fläming kennen und schätzen gelernt. Und schließlich ihre
Beobachtungen während Wandertouren niedergeschrieben und veröffentlicht. Der Erlebnisführer Fläming ist 2004 gar schon in
überarbeiteter Fassung erschienen.
Deshalb ist es selbstverständlich, dass die Anziehungspunkte um
Burg Rabenstein komplett genannt sind: Naturparkzentrum „Alte Brennerei“ und Spielplatz im Dorf, Erlebnispfad, Falknerei und
Burgbäckerei. R. G.